Die Botschaften der Heiler und Medizinleute

Jo’Hán Chánt’Ney

stammt aus dem zweitgrößten indianischen Volk in den Vereinigten Staaten, den Dinè/Navajo. Er ist bei einem Stamm von Medizinmännern und -frauen, -tänzern und -sängern aufgewachsen. Als 7-jähriger fühlte er einen Impuls, allein mit den Tieren und inmitten der Natur leben zu wollen. Sein Impuls wurde in Sitzungen mit dem Ältestenrat zweier Stämme diskutiert und schließlich bewilligt. Daraufhin lebte Jo’Hán einige Jahre alleine (er wurde unbemerkt beobachtet und beschützt) mitten im Grand Canyon im Einklang mit den Tieren und der Natur. Er lernte von den Tieren und der Natur, sich selber zu ernähren und zu überleben. Als er zum Stamm zurückkehrte, lernte er die Sprache der Ältesten. Ihm wurden indianische Tänze, Songs sowie Rituale und Anwendungen von den Eingeweihten beigebracht. Zudem wurde Jo’Hán in die Jahrhunderte alte Arbeit der Medizinmänner eingelernt. Später verbrachte er einige Jahre in China und Ägypten, um sich dort weiterzubilden, zu studieren und Erfahrung zu sammeln. Für längere Zeit lebte er in Italien bis ihn 2019 seine Wege in die Nähe von München brachten.

Jo’Hán Chánt’Ney

stammt aus dem zweitgrößten indianischen Volk in den Vereinigten Staaten, den Dinè/Navajo. Er ist bei einem Stamm von Medizinmännern und -frauen, -tänzern und -sängern aufgewachsen. Als 7-jähriger fühlte er einen Impuls, allein mit den Tieren und inmitten der Natur leben zu wollen. Sein Impuls wurde in Sitzungen mit dem Ältestenrat zweier Stämme diskutiert und schließlich bewilligt. Daraufhin lebte Jo’Hán einige Jahre alleine (er wurde unbemerkt beobachtet und beschützt) mitten im Grand Canyon im Einklang mit den Tieren und der Natur. Er lernte von den Tieren und der Natur, sich selber zu ernähren und zu überleben. Als er zum Stamm zurückkehrte, lernte er die Sprache der Ältesten. Ihm wurden indianische Tänze, Songs sowie Rituale und Anwendungen von den Eingeweihten beigebracht. Zudem wurde Jo’Hán in die Jahrhunderte alte Arbeit der Medizinmänner eingelernt. Später verbrachte er einige Jahre in China und Ägypten, um sich dort weiterzubilden, zu studieren und Erfahrung zu sammeln. Für längere Zeit lebte er in Italien bis ihn 2019 seine Wege in die Nähe von München brachten.

Kulan - Александр Артемьев Alexander Artemyev

ist Schamane aus der Republik Sacha, die auch als Jakutien bekannt ist. Sacha liegt im nordöstlichen Teil des asiatischen Russlands, in den Weiten Nord-Ost-Sibiriens. Das Wort "Sacha" bedeutet "Mensch". Kulan ist ein Virtuose auf der Khomus (chomus), der Maultrommel, die traditionell zur Kommunikation mit den Naturgeistern verwendet wird. Auch als Autor verschiedener Bücher ist er bekannt und reist weltweit umher, um sein Wissen zu teilen. Eingeweiht wurde er von Sawej, einem bekannten ewenkischen Schamanen. Aus der ewenkischen Sprache leitet sich der Begriff Schamane ab (Saman/ chaman), den wir heute als Sammelbegriff für verschiedene spirituelle Spezialisten verschiedener Ethnien verwenden. Sawei gab Kulan den Segen und den Auftrag den Menschen zu helfen ihre natürliche Kraft und ihr Heilpotential zu entdecken.
Kulan ist Heiler und ein Meister spiritueller Traditionen. In Ritualen praktiziert er „Kraftübertragungen“ auf den Menschen, in dem er die mächtigen Kräfte der Natur lenkt und kanalisiert. Das Erh-Khaan-Ritual ist das alte Ritual zur Stärkung der Kraft der Männer und das Aiyilgys-Ritual zur Stärkung der Kraft der Frauen. Beides zusammen vereinigt die Energien zu einer einzigen Quelle der Kraft - so wie es sein sollte und im Ursprung immer war.
Die Rituale und Praktiken, die Kulan so großzügig mit uns teilt, haben ihren Ursprung in der Tradition der Ureinwohner von Jakutien (Sacha) in Sibirien. Einige Formen seines schamanischen Prozesses und seiner Arbeit mögen für diejenigen ungewöhnlich erscheinen, die mit solchen Praktiken nicht sehr vertraut sind. Aber Kulans Erklärungen und Einsichten sind immer einfach, lebendig und tiefgründig. Seine Weisheit und die Einfachheit geben uns eine neue Zuversicht, unserem Herzen zu folgen und unseren eigenen persönlichen Kräften zu vertrauen.

Guido Pankaritas

Guido ist Bolivianer und stammt aus einer indigenen Familie des bolivianischen Hochlands. Ich studierte Tourismus an der Universität von La Paz (Universidad Mayor de San Andrés) und spezialisierte mich auf Ethnoarchäologie und historische und kulturelle Prozesse der Anden. Guidos Vater war ein bekannter Yatiri (traditioneller Heiler) in der Stadt La Paz Boliviens und weihte seinen Sohn in die Mystik, Spiritualität, Meditation und Energie der Anden ein. Guido begann auch die Botschaft der Kokablätter zu verstehen, und was sie über die Gegenwart und Zukunft des Volkes und eines Menschen mitteilen können. Für Guido ist die Ritualität in den südamerikanischen Anden in diesem 21. Jahrhundert statisch und dynamisch. Statisch, weil die Religion und die Andengötter über Jahrtausende hinweg dieselben sind. Viele Kulturen machten die Religion zu einem transzendentalen Bestandteil ihres täglichen Lebens, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang danken sie den Göttern für ihr Dasein, für die Natur, die Sonne und das Wasser und das Essen. Dynamisch über die Jahrhunderte und Jahrtausende. Denn trotz des starken Einflusses der christlich-katholischen Religion ist unsere Andenreligion nicht erloschen, nicht ausgerottet worden. Die Praktiken unseres Volkes haben sich in den 4.000 Jahren unserer Existenz stark verändert. Aber unsere Anden-Gottheiten sind präsenter als je zuvor in Bolivien, wir ehren und verehren die gleichen Götter genau an den gleichen Plätzen, wo sie seit Tausenden von Jahren von unseren Vorfahren (Tiwanaku, Sonneninsel, Mondinsel und andere) verehrt wurden.

Ilham Hanae Trojahn

wurde schon als Kleinkind von ihrem Großvater zur Nachfolgerin in der schamanischen Heilungsarbeit der Familie El Mejdoubi als sogenannte "Shrifa" (weise Frau mit innerem Sehen und Wissen, die heilt) für ihren aus dem Atlasgebirge kommenden Stamm auserkoren. Unter Anleitung ihrer ebenfalls eingeweihten Mutter Rabia El Mejdoubi vertiefte sie ihre Kenntnisse in dieser Form von Seelenarbeit. In dieser Tradition wurde sie auch als Kräuterfachfrau und für Heil-Rituale ausgebildet. Mit 12 Jahren kam sie von Marokko nach Deutschland. Heute leitet sie mit ihrem Mann Wolfgang Michael Harlacher zusammen das Hoffman Institut Schweiz. "Ilham", arabisch, bedeutet Inspiration und "Hanae" Frieden. Genau diese Qualitäten vermittelt ihre Gegenwart mit und ohne Worte den Menschen auf "Seelenreisen" in der Weiterentwicklung, was sie in ihrer Tradition gelernt hat. Heilsam erleben die Menschen die Begegnung mit Ilham Hanae, fühlen sich davon in den Tiefen ihrer Seelen berührt und zur Liebe gerufen. Arabisch ist ihre Muttersprache und Deutsch ihre Vatersprache, sie selbst eine Wanderin zwischen den Kulturen und zwischen den Welten - zwischen der inneren Welt und der äusseren, zwischen oben und unten, zwischen Gott und den Menschen.

Jaime Caso Villavicencio, Peru

Ich bin das Oberhaupt unserer Familie, Quechua-Indianer, geb. in Huancayo auf 3500m Höhe. Mein spiritueller Name ist Apu Kunapac Illan. Seit mehr als 24 Jahren bin ich in der Welt als Heiler und Zeremonienleiter unterwegs und teile die uralten Rituale aus meiner Tradition, sowie die grenzenlose Liebe aus meinem Herzen, die ich für alles Leben auf dieser Erde empfinde. Durch die Ältesten meiner Kultur (Bolivien, Ecuador, Peru) wurde ich in das heilige andine Wissen initiiert. Von Kindesbeinen an, wohnte ich kraftvollen Ritualen bei. Als ich mit 5 Jahren meinen Vater tanzen sah, wusste ich, dass ich Tänzer werden möchte. So begab ich mich in eine intensive, manchmal schmerzhafte Zeit der Ausbildung in traditionellen und rituellen Tänzen Südamerikas. Hier saß ich in den Nächten mit den Ältesten am Feuer. Wir sprachen nie. Aber ich erfuhr so viel über die Kräfte und das Leben. Man nennt mich auch Yachac – Quechua: ein Mann des Wissens, oder Curandero – spanisch: ein Heiler. Ich wirke als ein Kanal, ein Mittler zwischen den Welten. Die Umstände meines Lebens bescherten mir sehr schwierige Momente. Das Leben hat mir diese Erfahrungen geschenkt. „Ein Yachac oder Curandero zu sein, kann man nicht lernen, das Leben initiiert Dich.“

Hassan Muwonge, Heiler, Uganda, Ostafrika

Hassan Muwonge lebt im Süden Ugandas und ist Direktor von LUTHA, der LUBOWA TRADITIONAL HEALERS' ASSOCIATION und Spiritual Consultant. Wie seine Mutter hat er eine spirituelle Gabe, d.h. dass er mit bestimmten Geistern kommunizieren kann. In der Waldschule von Buyijja ist er daher in der Gruppe der spirituellen Heiler. Wenn sich die spirituellen Heiler dort treffen, ist neben Ritualgegenständen, ein Feuer als Symbol der Transformation und Einladung sowie Ehrung der Geister notwendig. Durch bestimmte Lieder, Instrumente (oft Trommeln und Rasseln) werden bestimmte Geister besungen, die sich gegebenenfalls zeigen, indem sie einen Heiler besetzen und durch ihn sprechen. Der Heiler gerät dabei in Trance und kann sich, nachdem der Geist ihn wieder verlassen hat, meist nicht daran erinnern, was der Geist gesagt hat. Deshalb ist es sinnvoll, wenn er einen Helfer an seiner Seite hat.

Dr. Mitslal Kifleyesus-Matschie

kommt aus Äthiopien. Zum Zeitpunkt meiner Geburt war Krieg in unserem Land. Meine Mutter konnte das Haus nicht verlassen und es konnte keine Hebamme kommen. Ich wurde geboren und trotz des Krieges wurde niemand aus der Familie verletzt. So bekam ich den Namen "Mitslal", was soviel wie "Schirm" oder "Schutz" bedeutet. Als Kind wurde ich dann ausgewählt, eine Heilerin und Führerin zu sein. Es war eine lange Zeit zu lernen, die Verantwortung ist groß, für die Menschen, für das Land, Umweltschutz und für den Frieden.

Voodoo Priestess Miriam Williams, U.S.A

in Pocahontas, Mississippi, geboren. Bereits als Kind hatte sie Visionen und mythische Begegnungen mit Spirits. Nachdem sie längere Zeit in New York und Chicago gelebt hatte, begann sie sich für die von Leafy Anderson gegründete Spiritual Church zu interessieren. 1990 heiratete sie Richard Williams, der in Belize als Obeah-Priester initiiert worden war und seither unter dem Namen Oswan Chamani praktizierte. Mit ihm gründete sie den „New Orleans Voodoo Spiritual Temple“. Er ist der einzige anerkannte „Spiritual Temple“ von New Orleans, in dem spirituelle Heilrituale und Behandlungen von Kranken mit Kräutern nach westafrikanischer Tradition durchgeführt werden. Nach dem Tod ihres Ehemannes führte sie seine Voodoo- und Kräutertraditionen fort und vereinigte sie mit ihren eigenen spirituellen Praktiken. Nebst ihrer Tätigkeit als Priesterin ist Miriam Williams auch publizistisch tätig. Ihre Artikel erschienen u. a. in „The New York Times“ und im „Spin Magazine“.

Mama Celia – Heilerin aus Ecuador

Bereits als dreimonatiges Mädchen erhält Celia Rosario Shiguango Chimbo die Heilkräfte, spirituelle Verbündete und Energie Ihrer Grosseltern und Eltern. In den nächsten Jahren wird sie eingeweiht in die indigene Weisheit und das alte Wissen über Heilpflanzen und Heilprozesse der amazonischen Kichwas. Nachdem die kleine Celia auch die Hebammentätigkeit von ihrer Familie erlernt, begleitet Sie mit 15 Jahren die erste Entbindung und beginnt somit ihr Leben als indigene Geburtshelferin und traditionelle Heilerin. Die charismatische, liebevolle und charakterstarke Mama Celia empfängt heutzutage Einheimische sowie auch Leute aus aller Welt, welche Rat oder Heilung suchen, in ihrem Zuhause im ecuadoranisch-amazonischen Dschungel. Sie ist geprägt durch die konfliktreiche Situation ihres Dorfes – ein Dorf welches versucht die traditionellen Werte trotz christlichen sowie westlichen Einflüssen und moderner Technologie aufrecht zu erhalten.

Angaangaq Lyberth, Grönland

Selbst Ältester seines Volkes ist vom Ältestenrat geschickt worden, uns ihre Botschaften und Lehren zu überbringen. Er selbst stammt aus einer traditionellen Heiler-Familie aus Kalaallit-Nunat im Norden Grönlands. Die Magie der Windtrommel, der Qilaut, erzählt in Geschichten und Gesängen von der Jahrtausende alten Kultur der Kalaallit-Inuit, einer friedfertigen Kultur, die keinen Krieg kennt. Sie fordert uns auf, den Abstand zwischen unseren Herzen zu überwinden und unser Leben mit mehr Leidenschaft und in praktischer Spiritualität zu leben. Aus der Perspektive von der Nordkappe der Erde betrachten die Kalaallit den Lauf der Welt mit anderen Augen und geschärfter Wahrnehmung. Sie erleben die Auswirkungen der Industrialisierung hautnah mit dem Abschmelzen der Polkappe. Um diese alarmierende Erwärmung aufzuhalten müssen wir das Eis in unseren eigenen Herzen schmelzen, so sagen sie. Zu keiner Zeit hat Mutter Erde die Aufmerksamkeit ihrer Kinder mehr benötigt als jetzt.

Bair Shambalovitsch Tsyrendorshiev 

kommt aus der Republik Burjatien in Sibirien am Baikalsee. Ursprünglich war Burjatien ein Teil des Mongolenreichs von Dschingis Khan bevor es im 17. Jahrhundert dem Russischen Reich einverleibt wurde. Das Volk war ein Nomadenvolk, denn Boden und Klima erlaubten keinen Ackerbau. Die Menschen waren nicht sesshaft sondern zogen mit ihren Vieherden und Jurten von Ort zu Ort. In der burjat mongolischen Tradition wird man als Schamane bereits geboren. Jedoch erst die Ahnen oder Geister berufen dann die Auserwählten. So war Bair Shambalovitsch als Tierarzt tätig. Vor 30 Jahren jedoch jedoch erlebte Bair die Schamanische Krankheit, die Ahnen und Spirits riefen ihn. Er ging den Weg des Schamanen zur Einweihung in Ritualen, Gebeten, Trancezuständen und erlernte den Umgang mit den unsichtbaren Welten. Die oberste Aufgabe des Schamane ist es, dem "großen Geist" zu dienen. Tenger ist die höchste Kraft, der blaue, ewige, mächtige Himmel, ihm unterstehen alle Geister und Gottheiten. 

Ulices Rodriguez Diaz

Ulices Rodriguez Diaz ist Santería Priester in der 3. Generation. Schon sein Vater und dessen Vater waren große Santería Heiler. Santería ist eine mündlich überlieferte Tradition, die oft in Familien weitergegeben wird. Ulices Rodriguez Diaz lernte von seinem Vater wie mit den Orishas kommuniziert wird und wie mit ihnen zu verhandeln ist. Eine wichtige Rolle spielt in den Familien der Hausaltar, an dem Blumen, Rum, Kuchen, Zigarren und allerlei andere Dinge geopfert werden, um die Gottheiten wohlgesonnen zu stimmen. Der Hausaltar wurde Ulices Rodriguez Diaz ebenso von seinem Vater übertragen, wie der Auftrag das Amt des Santerías weiterzutragen. Mit Ritualen, Gebeten, Opferungen, und Weissagungen unterstützt Ulices Rodriguez Diaz die Hilfesuchenden. Auch beherrscht er die umfangreiche Kunst der Weissagung mit Kaurimuscheln, mit Ihnen kann er direkt mit den Orishas kommunizieren. Diese Orakel - Befragungen werden nur von Santeras /Santeros (Priester) oder Babalawos (hohe Priester) durchgeführt. Dabei werden praktische Verhaltensempfehlungen gegeben und der Segen der persönlichen Schutzgottheiten erbeten. Mit Unterstützung der Orishas kann er Menschen helfen die Ursachen ihrer Beschwerden und Alltagsprobleme aufzudecken und zu beheben. Auf seine liebevolle und herzliche Weise vermittelt er zwischen den Welten und bringt Erleichterung, Heilung, Klarheit und Zuversicht in unsere Welt.

Messanh Hounougbo Bahounsou Amedegnato

Mit 12 Jahren wurde er zum Nachfolger seines Vaters, dem traditionellen Priester seines Dorfes in Togo, ausgewählt. Nach dem Tod des Vaters hätte er die heiligen Weihen erhalten sollen. Er ging jedoch erst einmal zum Studieren ins Ausland. Seine Initiation wurde später nachgeholt. Heute lebt er mit seiner Familie in Berlin. Als Vodoo Priester führt er Rituale und Orakel durch. Bei den Ritualen werden geheime Sprachen und Umgangssprachen gesprochen. Dabei kann Ewe (Togo), Fon oder Peda (Benin) oder Yoruba (Nigeria) gehört werden.