Ganzheitsmedizin IV: Der Weg zu einem neuen Bewusstsein der Heilung

Holistic Medicine IV: The Way to a New Consciousness of Healing

Erscheint im Frühjahr 2019. Deutsch mit englischen Abstracts, zahlreiche Abbildungen.
Hardcover, ca. 550 Seiten.
Herausgegeben im Auftrag des Institut für Ganzheitsmedizin e.V.

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zum Inhalt

Ganzheitsmedizin IV: Der Weg zu einem neuen Bewusstsein der Heilung

Nicht nur die therapeutische Praxis beschäftigt sich mit der Frage: Warum tun wir, was wir tun und was bewegt uns, es so zu tun, wie wir es tun? Wie selbstbestimmt und bewusst gestalten wir unser Handeln? Über das Bewusstsein der Heilung machen sich die Autoren in diesem Band Gedanken und finden beispielsweise Lösungen in alten Lehren, wie den Yoga-Sūtren von Patañjali im Saṃskāra. Sie schlagen den Bogen vom Kulturvergleich bis zu aktuellen Erkenntnissen aus unserer modernen Schulmedizin. Das Unbewusste und das Bewusstsein und dahingehende Veränderungen, auch in Nervenzellnetzwerken zu beschreiben, sind ebenso Inhalte aktueller neurowissenschaftlicher Forschung wie auch Basis therapeutischer Prozesse. Die Autoren kommen zu dem Schluss: „Die Lösungsansätze, vor allem auf der körperlichen Ebene, greifen zum einen auf hochaktuelle wissenschaftliche medizinische Erkenntnisse, zum anderen auf die Seelenebene zu, indem wir uns wieder auf traditionelle indigene Heilmethoden und Weisheiten zurück besinnen. Verweben wir dieses moderne und traditionelle Wissen miteinander, so wird es möglich, mit kraftvoller innerer Balance zu leben“. Eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt und die Disziplinen des Heilens.
>>> Link: Inhalt & Leseprobe des Sammelbands 2019 <<<

Aschemedizin & die vergessene Heilkraft des Feuers

In der mineralischen Essenz der Asche pulsiert eine der kraftvollsten Arzneien der Weltmedizin. Die Klosterheilkunde Rumäniens entwickelte eine komplexe Baumasche-Medizin, Pyxis, ein geheimnisvoller Trank aus Pflanzenasche heilte die Verletzungen der römischen Gladiatoren und des indischen Ayurveda erachtet die rituelle Vibhuti-Asche als ein sakrales Allheilmittel. Bei den Hopis Nordamerikas stärkt Wacholderasche die Knochen, Hildegard von Bingen therapierte mit Weinrebenasche Zahnfleischerkrankungen und der armenische Paracelsus Amasiatsi heilte mit Feigenasche Nervenschmerzen. In diesem Vortrag entdecken wir die archaische Aschemedizin, lernen zahlreiche Behandlungsansätze mit der vergessenen Naturarznei, wie auch die pharmakologische und phytotherapeutische Wirkung der Aschen in der Naturheilkunde kennen.
Gabriela Nedoma, historische Naturheilkunde, Naturbildung und Hautökologie, erforscht seit über 10 Jahren interdisziplinär und transkulturell die Wurzeln der Weltmedizin.

TAO-Techniken der inneren Alchemie

Wenn ein Mensch Bauchschmerzen hat oder nur ein Schwergefühl im Magen verspürt, legt er eine flache Hand an die schmerzende Stelle und erreicht dadurch oft eine Erleichterung. Da der Bauch immer mit der Gefühlswelt und Intuition in Verbindung gebracht wird, wundert es nicht, dass die Bauchmassage, wie viele ganzheitliche Behandlungsmethoden, mit einem esoterischen bzw. mystischem theoretischen Überbau gestützt wird. Chakras, Energiekreislauf, zweites Gehirn finden im Bauch ihren Platz. Rein physiologisch gesehen, wirken die taktilen Reize durch die neuronalen Schaltungen auf den Darm und andere Bauchorgane ganz analog wie andere manuelle Techniken. Mit einem wesentlichen Unterschied: die inneren Organe werden durch ein separates, halb autonomes vegetatives Nervensystem versorgt, was zu den anderen Reaktionen auf die therapeutische Einwirkungen führt als bei den muskuloskeletalen Techniken. Betrachtet man zusätzlich die Barriere-Funktion des Magendarmtraktes und seine rasche Reaktionen auf die emotionale Veränderungen („die Galle kommt hoch“, „Stein im Magen“), wird es schnell klar welche Bedeutung die entsprechenden Beschwerden in der Praxis haben. Somit kann eine einfachere Erklärung für die Wirkung der Bauchmassage gefunden werden: Entspannung und Beruhigung wirken auf der emotionalen Ebene und unterbrechen die Überflutung der Bauchorgane mit Stresshormonen, mechanische Reize an den Irritationspunkten wirken energetisch/reflektorisch wie die Akupressur, die Verhärtungen und Verklebungen in den Bauchdeckenschichten werden gelöst, oft kann man dabei eine physische Ursache wie eine kleine Hernie oder ein Weichteiltumor wie Lipom finden ... In Kombination mit meditativen und suggestiven Techniken setzt diese Methode auf allen Ebenen an und führt nicht nur zu Linderung der Beschwerden (Körper), verbessertem Selbstempfinden (Seele), sondern auch zur persönlichen Entwicklung des Menschen (Geist). Genau an dieser Stelle setzen die TAO-Techniken der inneren Alchemie an indem sie eine innere Transformation durch Verarbeitung von negativen Emotionen in Gang setzen.
Dr. med. Matvei Tobman, Chirurg und Ganzheitsmediziner, München.

mamacura – überliefertes Gesundheitswissen von Frauen

Auf der ganzen Welt helfen Frauen sich mit einer „Medizin aus der Küche“, um die Familie gesund zu erhalten und Krankheiten selbst zu behandeln oder die Behandlung vom Arzt zu unterstützen. Dabei handelt es sich um einen wertvollen Wissensschatz, der zu mehr Autonomie und Gesundheitskompetenz führt. Wir sammeln diese Rezepte, prüfen sie medizinisch und - da diese Praxis auch sozial und kulturelle Aspekte der Gesundheitserhaltung im ganzheitlichen Sinne beeinflusst -, beforschen wir anthropologisch den Kontext ihrer Nutzung. Ziel ist, geprüfte Rezepte und weitere Informationen über das Internet weltweit für andere Frauen zur Verfügung zu stellen.
Dr. Annette Kerckhoff, Heilpraktikerin, BSc Komplementärmedizin und European Master of Health Promotion und Caroline Contentin El Masri, ist Krankenpflegerin und Sozial- und Kulturanthropologin im Bereich Medizinethnologie.

Raus aus der Stressspirale – Entschleunigung und innere Gelassenheit für Körper, Geist und Seele

Unsere Zeit und unser Leben haben sich in den letzten Jahren massiv beschleunigt. Stressreaktionen gehören zum Alltag und Burnout-Symptome sind keine Seltenheit mehr. Häufig haben wir das Gefühl, eine Welle der Anforderungen schwappt über uns hinweg, und wir sehen keine Möglichkeit diese Stressfaktoren nachhaltig zu beeinflussen oder gar aus unserem Leben zu eliminieren. Oft geht uns dadurch die Verbindung zu unseren natürlichen Rhythmen verloren und wir haben keine Kontrolle mehr über das Tempo unseres Lebens. Das muss nicht so sein. Dieses Kapitel zeigt, wie wir auf allen drei Ebenen, Körper, Geist und Seele, zur inneren Ruhe zurückfinden, um mit unseren weltlichen Anforderungen gelassener umzugehen und dadurch langfristig aus der Stressspirale auszusteigen. Auf körperlicher Ebene helfen hierbei moderne Erkenntnisse aus den Ernährungswissenschaften, um unseren ständig aktivierten Kampf-oder-Flucht-Stressmodus auszuschalten. Auf geistiger Ebene zeigen uns psychologische Methoden, wie wir wieder einen gesunden Umgang mit unseren Emotionen und Bedürfnissen finden. Und auf seelischer Ebene können wir viel aus den traditionellen und spirituellen Lehren der Maya Curanderos über ihre Naturgesetze lernen, um wieder den Ruf der eigenen Seele zu hören und damit kraftvoll den eigenen (Seelen-)Weg zu gehen. Verbindet man diese modernen und traditionellen Erkenntnisse miteinander, so ist es möglich, aus dem permanenten Kampf-oder-Flucht-Modus auszusteigen und die volle Verantwortung für das eigene Leben und die eigene Realität zu übernehmen. Anstatt ausgebrannt zu sein, findet man ganzheitlich wieder zur inneren Gelassenheit zurück.
Dr. phil. Milena A. Raspotnig studierte Psychologie an der Georgetown University in Washington, D.C., der LMU München und der KU Eichstätt, wo sie anschließend promovierte und lehrte. Seit 1996 arbeitet sie in eigener Praxis in München als Diplom-Psychologin, Heilpraktikerin, Therapeutin und Life-Coach.

Die heutige „Vision Quest“ als naturästhetische Kontemplation und säkularisierte religiöse Naturerfahrung

Der ästhetische Naturzugang ist – neben dem naturwissenschaftlichen – einer der wichtigsten neuzeitlichen Naturzugänge. Er ist vergleichsweise unreduktionistisch; lässt er doch, anders als der naturwissenschaftliche Zugang, die unwillkürlichen leibseelischen Regungen und Anmutungen – und mit ihnen entscheidende „subjektive Tatsachen“ (Schmitz) – prinzipiell zu. Wenngleich sich das Lebens- und Wahrnehmungstempo in den letzten 100 Jahren unglaublich erhöht hat; wenngleich natürliche und naturnahe Landstriche unter enormen globalen Zivilisationsdruck geraten sind und mehr und mehr technisch ‚gestellt’ und ‚verstellt’ werden (vgl. Heideggers Begriff des „Gestells“): Gleichwohl erfährt und genießt auch der heutige Mensch die Natur in ästhetischer Distanz und Kontemplation – auf kleinräumlicher (mikrolokal-idyllischer), mittelräumlicher (landschaftlich-panoramatischer) und großräumlicher (geografisch-klimatischer) Ebene. Und er erfährt die Natur (oder was von ihr übrig blieb) nach wie vor in ihren schönen und romantischen, erhabenen und bedrohlichen, nicht zuletzt auch ‚göttlichen’ Aspekten. Die Unterschiede von ästhetisch-andächtiger und ‚klassisch-religiöser’ Naturerfahrung lassen sich im Normalfall vergleichsweise klar aufzeigen. Betrachten wir aber Extremformen heutiger naturästhetischer Andacht und Kontemplation – etwa die weit verbreitete, inzwischen auch erlebnispädagogisch etablierte „Vision Quest“ (der „School of lost borders“ von Steven Foster und Meredith Little) – dann erhellt, dass und wie sich manche Unterschiede verschieben, verändern, teils auch verflüchtigen. Hier tauchen dann ebenfalls Gefühle und Phänomene mit der „Autorität unbedingten Ernstes“ auf. Doch ihre Autorität und ihr Ernst werden weder durch eine ‚klassische’ Religion noch durch eine religiöse Institution abgesichert. Sie beruhen v. a. auf dem existenziellen Angesprochen- und Genötigtwerden des jeweiligen Individuums durch die und in der Natur. Ohne dogmatische oder kirchliche Schienung, ohne guru-hafte oder priesterliche Manipulation wird hier – ganz individuell, freiheitlich, lebensphasenspezifisch – ein religiös-verbindliches Naturerleben möglich, dass es in dieser Art bisher wohl noch nicht gab. Diese neue Art einer ‚Naturreligiosität’ könnte für die Zukunft von Interesse sein. Nicht zuletzt deshalb, weil sich hier in aller Deutlichkeit zeigt, wie ästhetisch-religiöse Naturerfahrungen Autoritätsansprüche individuell und freiheitlich legitimieren (aber auch wieder delegitimieren) können.
Dr. phil. M.A. Robert Josef Kozljanič, Studium der Philosophie, Psychologie, Ethnologie, Volkskunde, Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schwerpunkte: Lebensphilosophie & Phänomenologie, Kulturhermeneutik & Kulturgeschichte, Lebenswelt- & Raumphilosophie, Tiefenökologie & Naturpädagogik.

Der HerzKreis - Ein ganzheitlicher Ansatz in der Psychokardiologie

Einen solchen Zugang auch für herzbetroffene Menschen ohne Angst und Retraumatisierung mit gleichzeitigem Gutsein mit dem eigenen Herzen - das haben wir gesucht und den HerzKreis gefunden. In einem gemeinsamen magischen Prozess mit meinem Freund, Herzensbruder und ärztlichen Kollegen Dr. Alvis Grußmann, der HerzKreis. Der HerzKreis hat sich als ein Bewegungsmodul angewandter Psychosomatik seit nun mehr 14 Jahren in der Praxis mit Menschen, Herzbetroffenen und seelisch Belasteten sehr bewährt. Die Ausbildung von etwa hundert HerzKreistrainerInnen und das Feedback auf dem Wirkungsfeld hat mich ermutigt Ihnen hier in diesem ganzheitsmedizinischen Kontext den HerzKreis vor zu stellen und in einem Artikel zusammenzufassen. Folgende Schwerpunkte: • Das Herz in der Sprache und den Kulturen • Das Herz als indoenergetische Einheit • Die Herzintelligenz und ihre Erweckung • Das Herz als Resonanzfeld • Der HerzKreis • Die 12 Bewegungen als integrativer Zugang zur Herzintelligenz im Alltag • Tipps zum Weitergehen.
Dr.med. Michael D.F. Schmidt, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychiatrie, Diplompädagoge und Quan Dao Kung Fu Meister, Begründer der Quan Dao Akademie und der GesundheitsAkademie Bad Wilhelmshöhe.

Geist, Heilung & Geistheilung – Spirituelle Obsession & Medialität als Erklärungsmodell und Therapieansatz im

Schnittfeld religiöser und psychiatrischer Heilpraxis: Spiritismus in Brasilien und Deutschland

Im Zentrum stehen Fragen nach alternativen und/oder komplementären Heilpraktiken bzgl. Well-Being und Mental Health im (brasilianischen) Spiritismus, ihr Verhältnis zu Biomedizin und kosmopolitischer Psychiatrie, daraus resultierende (internationale) Heilungskooperationen, und deren Bedeutung und Transformation im Kontext des deutschen Gesundheitssystems.Detaillierte Beschreibungen unterschiedlicher „Therapeutischer Orte des (Brasilianischen) Spiritismus“ sowie verschiedene Fallstudien werden dieses heterogene Feld im Rahmen medizinethnologischer Diskurse beleuchten und diskutieren. Insbesondere Aspekte religiös- spiritueller „tranformativer Heilung“ und trans/kultureller Psychiatrie werden herangezogen, um die Bedeutung spiritistischer Therapie innerhalb unterschiedlicher Kontexte zu erörtern. Weder soll dabei die „klassische Schulmedizin“, noch die „Alternativ- und/oder Komplementärmedizin“ diskreditiert oder verteidigt werden. Im Fokus stehen Beschreibung, Analyse, Diskussion und Vergleich unterschiedlicher Heilpraktiken in unterschiedlichen sozio-kulturellen Kontexten anhand medizinethnologischer Parameter und Diskurse in leicht verständlicher und narrativer Sprache. Überraschend wird die Erkenntnis sein, welche zentrale Rolle der (brasilianische) Spiritismus im Kontext ganzheitlicher Medizin in Deutschland heutzutage (wieder) einnimmt.
Helmar Kurz, Medizinethnologe am Institut für Ethnologie der WWU Münster

Der Feuerdrill - spirituelle Aspekte einer Technik aus den Anfängen der Menschheit

Viele Wissenschaftler meinen, dass die Entwicklung der Menschheit mit der Bezähmung und Nutzbarmachung des Feuers begann oder ihr unmittelbar voraus ging. Und so erstaunt es auf den ersten Blick, dass bei aller Einfachheit der Technik dem zivilisationsgewöhnten Menschen nichts am Feuerdrillen simpel erscheint - und das Feuermachen viel mehr an innerer Ausrichtung voraussetzt, als von außen wahrnehmbar ist. So zeigt die Technik den Praktizierenden, in welchem Zustand sie sich bewegen und wo sie tatsächlich stehen. Das Feuer ist somit einer, wenn nicht der erste Lehrer der Menschheit und die Technik eine der ersten Werkzeuge menschlicher Entwicklung. Diese ist im Ansatz wie Ergebnis stets individuell. Die vorgestellte Untersuchung richtet das Augenmerk speziell auf die internen Prozesse und Settings, die die geistigen Bedingungen erzeugen, unter denen eine erfolgreiche handwerkliche Ausübung der Technik möglich wird und die eine Art ganzheitliche Ausrichtung der neurologischen Ebenen bewirkt.
Tilman Meynig, Dipl.-Kulturwissenschaftler, Longevity-Energetic® Instructor, Autor, NLP-Master und Wildnismentor, beschäftigt sich mit Heilungssystemen unter transformativen Aspekten und Ritualtechnologie.

Saṃskāra und neuronale Plastizität -

Wo sich die Yoga-Sūtren von Patañjali und Auffassungen der aktuellen Neurobiologie berühren

Warum tun wir, was wir tun und was bewegt uns, es so zu tun, wie wir es tun? Wie bewusst gestalten wir unser Handeln? Unsere alltäglichen Erfahrungen und Erlebnisse sind gekennzeichnet durch sich wandelnde Inhalte - doch unsere Reaktionen darauf erfolgen vielfach unwillkürlich und repetitiv. Vergangene unbewusste Eindrücke sind es, gespeichert und archiviert in unserem Geist, welche unser aktives und vordergründig selbstbestimmtes Handeln in der Gegenwart oftmals bloß zum Ergebnis vergangener Erlebnisse machen. Saṃskāra wird dieses Archiv unserer Erfahrungseindrücke in den Yoga-Sūtren von Patañjali genannt, in dieser vor rund 2000 Jahren verfassten komprimierten und konzentrierten Zusammenfassung der Lehren und Techniken des Yoga. Unbewusste Automatismen bewusst zu machen, zu bewussterer Wahrnehmung unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen zu gelangen und zu üben, den gegebenen Augenblick achtsam und wertfrei wahrzunehmen und zu beobachten – das ist unter anderem Inhalt des Yoga- Pfades. Das Unbewusste und das Bewusstsein und dahingehende Veränderungen auch in Nervenzellnetzwerken zu beschreiben, sind ebenso Inhalte aktueller neurowissenschaftlicher Forschung und auch Basis therapeutischer Prozesse. In diesem Beitrag möchte ich Berührungspunkte zwischen den Yoga-Sūtren von Patañjali und Erkenntnissen der Neurobiologie betrachten.
Dr. med. Silvia Sitter, seit 1996 selbständig in eigener Praxis tätig. Lehrbeauftragte am Universitätssportinstitut Wien (Massagegrundausbildung, PilateslehrerInnenausbildung, Gesund- & Vitalcoachausbildung). Lehrtätigkeit in YogalehrerInnen- & Nuad-Practitioner-Ausbildungslehrgängen & an der Vitalakademie Wien.

Wege zur Ganzheit – Philosophie und Anwendung in der Traditionellen Europäischen Medizin

Traditionell war die Philosophie in Europa, speziell durch die Einflüsse Griechenlands, immer im Mittelpunkt des medizinischen Heilens. Es wurde viel mit der sogenannten Inkubation gearbeitet, auch Heilschlaf genannt, um darin die tiefen Wurzeln der Krankheit zu erforschen. Und im Lebenszyklus der fünf europäischen Elemente haben die Ärzte und Heiler Griechenlands den Sinn unseres Lebens dargestellt. Ein weiterer Aspekt des Erlangens von Weisheit über unseren Spirit führt aber auch zur Erkenntnis, dass wir in unserem Leben eine körperliche Reise erfahren und damit in Freude den Gesetzmäßigkeiten der Natur folgen. So schließt sich der Kreis beginnend beim Geist, der erkennt, über eine heilsame Ernährung, eine harmonische Bewegung, über das Wissen von den Heilmitteln der Natur wieder zurück zu einem nun gereinigten Spirit, der uns auf einer höheren Bewusstseinsebene gleich wieder in den nächsten Zyklus schickt. So beschreiten wir rhythmisch unseren ganz individuellen Weg zur Ganzheit.
Dr. med. Gerhard Kögler Seit 1984 als Arzt für Allgemeinmedizin tätig. Zusatzausbildungen wie Akupunktur, Neuraltherapie, Sportmedizin, Onkologie. Ausbildung in der Akademie für Traditionelle Europäische Medizin.

Spiritualität und Sexualität in der Geburtshilfe

Die Hebamme ist Zeugin und Spiegel der spirituellen Erfahrung der werdenden Eltern. Besonders in der Zeit der Schwangerschaft, Geburt und dem Wochenbett sind die Türen zur Spiritualität weit geöffnet. In der Betreuung der werdenden Eltern einen Liebesraum zu schaffen, bedeutet, einen sicheren Ort zu kreieren, in dem das Thema Sexualität behutsam behandelt werden kann.. Es ist die stärkste Lebenskraft, die männliche und weibliche Energie verbindet. Durch die Integration von Spiritualität und Sexualität werden die Lebenskräfte der werdenden Mutter in so hohem Maße angeregt, gestärkt und stabilisiert, dass sichere Mutterschaft nicht länger eine Angelegenheit der Geburtshilfe ist, sondern eine existentielle Tatsache.
Susanne Dörfler, Hebamme, Mutter von 3 Kindern und Großmutter von 6 Enkelkindern. Bau, Organisation und Leitung des Geburtshauses „Isis Noreia“ in Österreich.

Jenseits der Meditation - Ein anderes Bewusstsein

Außerhalb von Zeit Innerhalb von Raum - Ein Leben im Moment. Von dem Bewusstsein, wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschwinden, von diesem Bewusstsein jenseits der Meditation wird hier gesprochen. Unzählige Gelehrte haben seit jeher ihre Gedanken hierzu geäußert. Es soll Heilung bringen und Einblicke in die mysteriösen Welten des wahren Seins. Russel Williams ehemaliger Präsident der Buddhistischen Gesellschaft von Manchester und Dr. Joe Dispenza, amerikanischer Neuro-Wissenschaftler, berichten beide von diesem anderen Bewusstsein. Beide zeigen Wege dorthin. Russel berichtet anhand seiner persönlichen Erfahrungen und Dr. Joe belegt seine Lehren mit den wissenschaftlichen Errungenschaften des 21JH. Beide geben praktische Leitfäden um die Meditation zu erweitern in eine Art des Seins, außerhalb der Maschinerie von Gedanken, in ein anderes Bewusstsein hinein. Hier wird ein interessanter Vergleich zwischen uraltem Wissen und den neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen unserer Zeit dargestellt, anhand persönlicher Erfahrungen jenseits der Meditation, außerhalb von Zeit, innerhalb von Raum.
Seit 2011 ist Alexandra Attenberger staatlich anerkannte Heilpraktikerin. Zertifizierungen in der psychosomatischen und fortgeschrittenen psychologischen Kinesiologie, Trauma-Therapie, EMDR und Kinesiologie. Meditation Training in Guam, Australien, Bali, Singapur, Kuala Lumpur, UK, Indien, Nepal, Spanien und Deutschland.

Beifuß – Von Geisterbeschwörung bis zur Krebstherapie

Als Mutter aller Kräuter wurde der Beifuß bereits in der römischen und griechischen Antike als eine der kraftvollsten Pflanzen verehrt und als Schamanenpflanze in vielen Ritualen und Zeremonien als Schutz- und Reinigungspflanze benutzt. Dessen Pflanzenbestandteile wurden zur Stärkung der Füße während und nach langen Wanderungen verwendet. Auch heilte man Krankheiten mit diesem Kraut. Heute ist bewiesen, dass die ätherischen Öle des Beifuß bei physischen und psychischen Beschwerden wirklich kleine Wunder bewirken können. Der einjährige Beifuß hat hier eine besondere Bedeutung. Das aus ihm gewonnene Derivat Artenusat wird durch naturheilkundlich orientierte Ärzte und Heilpraktiker erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. Leider wird Beifuß von vielen Gärtner als Unkraut betrachtet und lieblos entfernt. Dabei wirkt Beifuß auf Schädlinge regelrecht abstoßend und eignet sich sehr gut als Nachbarpflanze für anfällige Gewächse.
Monika Köckeritz studierte Pädagogik an der Martin-Luther-Universität in Halle, absolvierte ihren Master of Business Administration an der University of Liverpool (MBA) und praktiziert seit 1992 als Heilpraktikerin in ihrer Naturheilpraxis. Spezialisiert in Therapien mit Artenusat, Misteltherapeutika, homöopathische und isopathische Präparate sowie orthomolekulare Medikamente. www.naturheilpraxis-koeckeritz.de

Muttermilch als "das Wasser des Lebens"

Lokales Wissen, Wahrnehmung und Behandlung von Muttermilch und Brusterkrankung unter stillenden Frauen in Burkina Faso. Jegliche Paradigmen der Medizin sind kulturgebunden. In der Erforschung der Bedeutung und Auswirkung von Brusterkrankung stillender Mütter in Burkina Faso tritt zuallererst die grundlegende essentielle Bedeutung des Stillens auf mehreren Ebenen in den Vordergrund. Das Spannungsfeld der schulmedizinischen Herangehensweise in ihrer Medikalisierung soziokultureller Konstrukte veranschaulicht hier den Kontrast zum holistischen Menschenbild vieler traditionellen Medizinkonzepte. In diesem Fall geht es um die soziokulturellen Konstruktionen, um das Stillen und lokaler Konzepte von Brusterkrankungen oder -problemen in Burkina Faso. Um durch Synergie zu einem ganzheitlichen Verstehen zu finden, ist es erforderlich, Analyse und Spezialisierung durch Informationsfluss, Verknüpfung und Vernetzung zu verbinden. Die Wahrnehmung einer Brusterkrankung während der Stillzeit, den Umgang damit und entsprechende Lösungswege zu kontextualisieren soll hier dazu beitragen, einen Einblick in das vor Ort vorhandene Krankheits- und Gesundheitskonzept zu erhalten. Wie konzeptualisieren die Frauen in Burkina Faso Muttermilch, welche Stillprobleme werden eigenständig gelöst, in welchen Situationen wird professionelle Hilfe aufgesucht, und in welcher Form? Was bedeutet für sie Gesundheit und Krankheit während der Stillzeit? Das Wissen zu Ursachen, Prävention und Therapiemöglichkeiten der lokalen Gesundheitsspezialisten (guérisseurs, marabouts, féticheurs) ergänzen diesen Einblick. Und nicht zuletzt soll der Vulnerabilität und den Bedürfnissen der betroffenen Frauen eine Stimme verliehen werden.
Jennifer Hofmann, M.A., Medizinanthropologin, Integrative Körpertherapeutin, Tanz- und YogalehrerIn, ReisebegleiterIn und -organisatorin für individuelle Heilungswege in Kollaboration mit lokalen indigenen Gesundheitsexperten sowie Tanz- und Yoga-Einheiten in Westafrika.

Die Mysterien von Eleusis - Transformationserfahrung von Geburt, Tod und Wiedergeburt

Der Artikel „Die Mysterien von Eleusis - Erfahrung von Geburt, Tod und Wiedergeburt" knüpft thematisch an den Artikel zum Rauschgott Dionysos im Band drei dieser Buchreihe der Ganzheitsmedizin an und folgt der Fragestellung bzgl. der psychisch-seelischen Entwicklungsmöglichkeiten des Menschen an sich, mit Hinblick auf die sogenannte "Zweite Geburt", welche in den klassischen Initiationsriten vollzogen wird und die vermutlich zu keiner Zeit soziokulturell derart "breit" angelegt und durchgeführt worden ist, wie in der antiken Kultstätte Eleusis circa 30 Kilometer nordwestlich von Athen. die institutionalisierten Mysterien von Eleusis berühren uns bis heute und schwingen als ein wichtiges, interkulturelles und klassenübergreifendes Teilfundament der europäischen Geistesgeschichte nach. Oftmals scheint es so, dass wir „Modernen" mehr denn je auf der Suche nach dem Geheimnis jener kollektiv praktizierten Riten zur Transformation der Persönlichkeit sind. Auch dann, wenn deren einstiger Vollzug bereits in weite Ferne gerückt ist, kann es gewagt werden, aus diesem Vergangenen Weisheiten wichtige Aspekte und Impulse für die Gegenwart abzulesen.
Jörg Fuhrmann, Gründer und Leiter des Freiraum-Instituts am Bodensee in der Schweiz, Phd-Cand., Studium der Sozialwissenschaften, Theaterpädagogik/ Dramatherapie & Transpersonale Psychologie, Gestalttherapeut (eCP/ wCP), trans- personaler Therapeut & Supervisor (EUROTAS).

TopDown – Stress beginnt im Kopf

Stressfrei mit Methoden aus der alternativen Medizin und der tibetisch buddhistischen Tradition. Einfache und praktische Möglichkeiten, um mit Stress und Unruhe umzugehen. Viele Menschen nehmen Stress inzwischen als unumgängliche Tatsache hin. Es wird zum Lifestyle- Accessoire. Man hat nun mal Stress in diesen Zeiten wie heute. Ein Leben ohne Stress ist heute unrealistisch. Jedoch kann man lernen, mit dem Stress umzugehen und so wieder Zeit und Raum für sich selbst gewinnen. Das Leben im Einklang mit sich selbst und auch der Welt um uns herum ist kein Status, der einmal erreicht und nie wieder verloren wird. Es ist ein Prozess wie das ganze Leben, ein ständiger Wandel, Veränderung. Was ist Stress? Woher kommt Stress? Wir wirkt Stress auf körperlicher und geistiger Ebene? Stressfrei durch spezielle Meditationen, Tiefenentspannung, spezielle Kräuteranwendungen, Bewegung und Ernährung. Dieser Beitrag geht speziell auf die konzentrative Meditation mit Blick auf die tibetisch buddhistischen Tradition, der Druckpunktmassage aus der tibetischen Medizin, körperliche Aktivität und einem Abriss über Ernährung ein.
Bernadette Werneke, Gesundheitspraktikerin (BfG) in München mit Schwerpunkt Umgang mit Stress und Bewusstseinsschulung.

Beeinflussen der Lebensenergie- Selbstheilung in westlichen und östlichen Heilsystemen

Die Lebensenergie (Qi (chin.)/ Prana (ind.)/ Orgon (dt.)/ Ki (jap.) kann konzentriert und für Heilzwecke genutzt werden und wird seit Jahrtausenden in unterschiedlichen Kulturen und Zeitepochen praktiziert. Es werden Parallelen zwischen dem Wissen westlicher und östlicher Kultur sowie zwischen neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und traditionellem Heilwissen gezogen und erläutert, wie der Geist auf die materielle Ebene einwirkt. Diese Wirkungsgesetze werden in verschiedenen chinesischen Heilsystemen wie beispielsweise Yiquan aktiv praktiziert und zur geistigen und körperlichen Gesundwerdung genutzt. Auch erfahren sie seit einigen Jahrzehnten zunehmend die Beachtung westlicher Wissenschaftler und Ärzte. In dem Artikel soll ein Überblick über die Möglichkeiten gegeben werden, diese Wirkungsgesetze anzuwenden sowie östliche Traditionen und ihre heutige Anwendung in der Praxis vorgestellt werden.
Bernadett Gera hatte über ihren Vater bereits in frühem Kindesalter Kontakt zu östlicher Medizin. Er praktizierte die asiatische Kampfsportart Judo auf olympischem Niveau (aktuell Europa- und Weltmeister), lehrte es und führte auch Bernadett Gera in die Kunst der Akupressur, der Kampfkünste und den Grundlagen der TCM ein.

Die individuelle Atemform: eine persönliche Offenbarung

Body Reading, individuelle Körperanalyse das Ankommen im eigenen Leib. Das höchste Ziel des Menschen ist das Ankommen im eigenen Leib, die Entfaltung der ureigenen Persönlichkeit. Doch nicht alle Methoden funktionieren bei allen Menschen gleich gut. Dass dies etwas mit einer individuellen Atemform zu tun haben kann, ist eine zugleich neue und uralte Erkenntnis, denn die Atemformen sind so alt wie das Leben selbst. Wer sich seinem persönlichen Atem hingibt, dem offenbart sich sein ganzes Selbst. Woran liegt das? Es gibt zwei verschiedene Atemformen: die aktive Ein- und passive Ausatmung oder die passive Ein- und aktive Ausatmung. Das Fundamentale dieser Erkenntnis liegt in den Auswirkungen, die die beiden Atemformen im Menschen verursachen. Aufgrund der physiologischen Unterschiede ergeben sich nämlich gänzlich verschiedene Möglichkeiten für Bewegung und Stoffwechsel, die sich unter Anderem auf Temperaturempfindung, Schlafgewohnheiten oder das Essverhalten auswirken. Wer sich seiner Atemform annähert, kommt nicht nur bei sich selber an, sondern verbindet sich auch auf ureigene Art und Weise mit den Voraussetzungen des Kosmos. Nichts anderes will der Begriff Atman sagen, wo der deutsche Begriff Atem seinen Ursprung hat. Er verweist auf das ungeteilte Selbst, auf die eigenständige Persönlichkeit im Rahmen der sie umgebenden Natur.
Marco Gerhards, Sport- und Gymnastiklehrer und Entspannungstrainer, Studium der biologischen Anthropologie und Medizingeschichte.

Traditionelles Yoga & Ayurveda

Der Ursprung des traditionellen Yoga, wie auch der des Ayurveda liegt im alten Indien und geht mehrere tausend Jahre, bis in die alte vedische Zeit zurück. Der Begriff „Yoga“ bedeutet „Vereinigung“ und beschreibt die bewusste Verbindung von Körper, Herz und Geist oder aber auch von Mensch, Natur und Kosmos. Yoga wird bis heute mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Sie reichen von Yoga als Mittel zum Erlernen von geistiger Konzentration, über Yoga als ein philosophisches System, bis hin zu Yoga als eine fundierte Praxis von Körper-, Atem- und Meditationstechniken. Auch ist Yoga in den letzten Jahren bei uns im Westen im Gesundheitswesen immer mehr als ganzheitlicher Heilsweg, für Körper und Geist ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Ayurveda ist die Wissenschaft vom langen Leben. Als Heilsystem und ganzheitlicher Behandlungsansatz versucht es die Wurzel des Ungleichgewichts herauszufinden und wieder auszugleichen, anstatt nur Symptome zu behandeln. Der Mensch wird immer in seiner Ganzheit betrachtet. Das bedeutet, dass die Lebensweise, die Ernährung, der Geist und seine Denkstrukturen sowie Lebensumstände, Beschwerden und deren Zusammenhänge genauer betrachtet werden. Vollkommene Gesundheit bedeutet demnach die Balance von Körper, Geist und Seele. Ziel ist es auf harmonische Art und Weise sein Leben im Gleichgewicht zu halten, um Gesundheit, Freude und Ausgeglichenheit erfahren zu können. Dies ist zudem eine optimale Voraussetzung, um sich tiefer den spirituellen Dimensionen der Psyche widmen zu können. In diesem Kapitel stellen wir beide Systeme vor, sprechen über deren Wurzeln, ihre jeweiligen Besonderheiten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Wir betrachten die therapeutischen Ansätze und geben Anregungen und Empfehlen für eine sinnvolle Kombination von Yogamethoden und ayurvedischen Grundgedanken zur Ernährungsweise und Gesundheitslehre.
René Schliwinski praktiziert und lehrt einen integralen Yoga seit über 20 Jahren. Er wurde in der Tradition Swami Sivanandas und Swami Satyanandas ausgebildet. Später folgte das Studium in der Tradition Sri T. Krishnamacharyas und T.K.V. Desikachars. Jana Schliwinski, Yogalehrerin, Ayurveda-Therapeutin, Massage-Therapeutin, arbeitet neben den Ayurveda-Therapien mit Frauen und leitet einen Frauen-Tempel.